RPG-Maker Quartier

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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: Sa Feb 09, 2013 17:51 
Sir Franzelot hat geschrieben:
Dezentralisierung ist der rückschrittige Ausweg. Nicht Auflösung, sondern Verbesserung des Systems kann den Wohlstand halten. Ansonsten müssen wir bald wieder Holzlöffel gegen Schnürsenkel tauschen. Also nein danke.


this

Naja, von der Doku war ich generell nicht besonders angetan. Insbesondere missfiel mir die Attitüde der befragten Leute, die auf der einen Seite völlige Unabhängigkeit und Selbstbestimmung einfordern, auf der anderen aber Pläne für Maßregelung anderer Communities oder auch Firmen parat haben. Beispielsweise träumte der eine Herr in der Doku davon, dass überall mehr Energie gespart wird und kündigte damit auch an, dass das im Laufe der nächsten Jahre zur Pflicht für alle werden sollte. Generell neigt unsere Gesellschaft zu oft dazu Moral und Sitte überall auf der Welt herstellen zu wollen, wenn einmal das richtige Thema gefunden wurde. Die Leute, die dort so sehr auf ihre Selbstbestimmung pochen werden wahrscheinlich an anderer Stelle ganz schnell mit dabei sein, wenn es darum geht andere Menschen zu Zucht und Ordnung zu bewegen. Ganz besonders, wenn ja der Planet auf dem Spiel steht und anderer Kram. Da müssen CO2-Emissionen verringert werden, Atomkraftwerke geschlossen und das Klima gerettet werden, da hört die individuelle Müll- oder Abwasserentsorgung ganz schnell wieder auf.

Massen an Lebensmitteln und Gütern mit großen Maschinen herstellen zu können zugunsten von Kleinstaaterei aufzugeben sehe ich in keinster Weise als sinnvoll und auch wenn die derzeitigen Umstände nicht tragbar sind ist das definitiv, wie Fran schon sagte, ein rückschrittiger Ausweg.

Einzig die Sache mit dem Grundeinkommen find' ich nach wie vor absolut sinnvoll und fand' die Aussage des Herren in der Doku gegen dieses klischeehaft, unwissenschaftlich und ein wenig boshaft. "Da müsste man das Sozialsystem komplett umkrempeln. Wir sind deswegen nicht der Meinung, dass das eine gute Idee ist." Punkt, Ende. What? Zuviel Aufwand? Oder stecken da eher andere Interessen dahinter? Das war schon eine recht aufschlussreiche Logik.

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Citizen Nerd
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 Betreff des Beitrags: Re: Wir könnten auch anders
BeitragVerfasst: Sa Feb 09, 2013 21:43 
Ich fand' Frans Aussage besonders durch den Hinweis "bestehende Systeme verbessern" gut, deswegen der quote. Ich denke nicht dass wir zur Aufhebung der Engpässe in unserem Staat bzgl. Bildung und Sozialwesen auf Rückschritte angewiesen sind. Am Anfang des Filmes erzählt eine Frau über den großen Mähdrescher, der die Felder wie 100 Arbeiter aberntet und ihrer Meinung nach sollte man das Ganze eher den Leuten zurückgeben. Man könne ja ein Paradies daraus machen, dabei wird ein wenig ein romantisches Bild vom Mittelalter gezeichnet. Obst und Gemüse und lecker Brot und alles ganz ursprünglich.

Egal, springender Punkt war eher die Kritik am Mähdrescher, also einer Maschine die die Arbeit übernimmt und Massenproduktion ermöglicht. Das Problem ist ja, dass man sich um die wegfallenden Arbeitsplätze nicht gekümmert hat (also keine Alternative angeboten wird), aber nicht, dass Maschinen effektiver arbeiten als wir. Vielmehr stammt das Fehlgebilde unseres Sozial- und Förderungssystems ja aus der Feder verschiedener Interessengruppen, zu denen die Empfänger aber meistens nicht gehören. Dass dabei ein verkrüppelter Apparat herauskommt ist nicht weiter verwunderlich und ich sehe auch die theoretische Hürde für Veränderungen nur so hoch wie die Geldbeutel der jeweiligen Lobby groß sind. Es wäre durchaus möglich auch im bestehenden System mit Verbesserungen echten Wohlstand zu schaffen, verhindert wird das aber zu oft ganz bewusst. Dadurch ist das Problem nicht im System an sich zu suchen, sondern bei den Nutznießern und Bremsern unserer Gesellschaft. Imho.

Das mit der Selbstbestimmung an sich widerspricht sich natürlich nicht, das ist schon richtig. Nur waren Leute in der Doku der Meinung Rohre wieder auszugraben, die für ein Abwassersystem verlegt wurden, weil sie gerne ihr eigenes Süppchen kochen würden. Argument an der Stelle: Keiner hat mir auf meinem Grund und Boden etwas vorzuschreiben. Meine Kritik daran ist aber weniger gegen diese Einstellung an sich gerichtet, als mit der Zweischneidigkeit mit der sie oft einhergeht - Keinen an das eigene Grundstück lassen aber sollten andere auf ihrem Grundstück z.B. nicht umweltfreundlich genug sein muss sofort der Staat agieren und den Sündenbock an den Pranger stellen. Je nachdem, wie groß dieser Sündenbock ist, erhöht sich dann auch mal die Radikalität der Forderung. Ganz besonders, wenn es sich um große Firmenkomplexe handelt, die auch noch große Gewinne einfahren. Wer dann soweit ist, dass er die Abschaltung von Atomkraftwerken oder Einschränkung von CO2-Emissionen öffentlich einfordert, sollte sich mMn zurückhalten mit den Forderungen nach Unverletzbarkeit des eigenen Grund und Bodens.

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Archmaester of the Citadel
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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: Mo Feb 11, 2013 14:33 
Sir Franzelot hat geschrieben:
Xhi hat geschrieben:
Dezentralisierung ist rückschrittlich (sieht man vor allem an solchen Antiquitäten wie dem Internet)

Das Internet wurde nie dezentralisiert.

what

Das Internet wurde nie dezentralisiert, weil es schon immer dezentral war. o_O


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Uca purgilator
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 Betreff des Beitrags: Re: Wir könnten auch anders
BeitragVerfasst: Mo Feb 11, 2013 17:39 
Wird es nicht mit jedem PC der sich verbindet dezentralisierter?

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Archmaester of the Citadel
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 Betreff des Beitrags: Re: Wir könnten auch anders
BeitragVerfasst: Mo Feb 11, 2013 18:45 
Askr hat geschrieben:
Wird es nicht mit jedem PC der sich verbindet dezentralisierter?

:D


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