RPG-Maker Quartier

Hier dreht sich alles um die RPG-Maker-Reihe von ASCII/Enterbrain. Der RPG-Maker ist ein Tool, mit dem du dir dein eigenes kleines Rollenspiel erstellen kannst. Du findest hier alles, was du dazu brauchst. Aber natürlich umfasst die Community noch mehr!
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Sayjaman
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 Betreff des Beitrags: Schreiben lernen aus Büchern?
BeitragVerfasst: Di Mai 27, 2008 17:37 
Hallo Community!

Mich beschäftigt schon seit längerem die Frage, ob man „Schreiben“ aus Büchern, wie z.B. solch einem, lernen kann.
Eignen sich solche Lernbücher, oder sollte man sich so etwas selbst beibringen (soll heißen, Romane lesen, eigenen Stil finden etc.)?

Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen oder Meinungen zu solchen Büchern mitteilt.

~Fara

Ps: Ich hoffe doch, ich bin im richtigen Forum gelandet...

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"Denkt an das fünfte Gebot: Schlagt eure Zeit nicht tot."
Wenn wir alles andere abziehen ist Zeit das einzige was bleibt, bevor wir sterben: Lebenszeit. Sie totzuschlagen heißt, sich selbst ein Stückchen totzuschlagen.


ぎゃくて | れとろの | ちゅうせい




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 Betreff des Beitrags: Re: Schreiben lernen aus Büchern?
BeitragVerfasst: Di Mai 27, 2008 17:46 
Also, wenn ich den Titel dieses Buches lese, würde ich sagen: Damit definitiv nicht. Es ist wahr, es existieren gute Schreibkurse, einige im Internet, manche in Buch- oder Zeitschriftenform, andere als Fernlernkurse oder Ähnliches, aber ratsamer ist es IMMER, selbst zu experimentieren. Die meisten dieser Kurse nehmen einem nur die Arbeit ab, sich mit Texten zu beschäftigen um aus ihnen das zu lernen, das allgemein gültig ist - zum Beispiel eine wenigstens grobe Vorstellung von Spannungsbögen, Erzähltechniken und Stilistiken, Darstellungsformen, Gattungsübersichten und so weiter und so fort. Und natürlich kann man sich mit solchen Angeboten anfreunden, aber ich persönlich befürchte dann immer eine gewisse Bequemlichkeit, sich gar nicht eingehend mit Literatur zu beschäftigen, sondern eben nur so weit, wie es den Kursen nach notwendig erscheint. Letztlich muß das jeder mit sich selbst ausmachen, es gibt auch viele Leute, die gute Erfahrungen mit so was gemacht haben. Und schneller geht das Lernen und Begreifen von Literatur dadruch sicherlich auch, nur nicht unbedingt tiefgründiger. Wenn Du Dich als ernstzunehmender Schriftsteller versuchen willst, wirst Du nicht umhinkommen, Deine Nase in alle mehr oder minder bekannten Bücher zu stecken, die Du auftreiben kannst.

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Yoji
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 Betreff des Beitrags: Re: Schreiben lernen aus Büchern?
BeitragVerfasst: Mi Mai 28, 2008 0:08 
Poly hat das meiste schon gesagt. Learning-by-doing kann ich da nur sagen, denn das ist die beste Methode seinen eigenen Stil zu finden und genau darum sollte es eigentlich gehen. Natürlich imitiert man anfangs seine Lieblingsautoren, habe ich zumindest so getan. Durch Rumprobieren kommt man seinem eigenen Stil dann immer näher und dann geht es daran diesen zu perfektionieren.

Aber ist gibt selbstverständlich Hilfen. Empfehlen kann ich folgendes:

Zeitschrift: TextArt
Ich selber hab mir die Sonderausgabe mit den besten Beiträgen alles bisher erschienenen Ausgaben besorgt. Das meiste war mir schon klar, dennoch war es angenehm sich die Informationen noch einmal bewusst zu machen. Außerdem gibt es dort Tipps zum Erweitern seines Wortschatzes. Ist für mich persönlich empfehlenswert, kam leider nur noch nicht das intensiv zu üben. Habe vom Beitrag über Dialoge allerdings mehr erwartet. Was dort erklärt wurde, hab ich mir bereits selber beigebracht. Gut war der Beitrag trotzdem.

Buch: Erst lesen, dann schreiben.
Hab ich mir (noch) nicht gekauft, weil keine Zeit, aber so sollte man vorgehen wie ich finde. Von seinen Lieblingsautoren lernen. Solltest du aber selbst für dich entscheiden. Jeder Mensch tickt anders, jeder Mensch lernt anders am besten. Vielleicht hilft dir ja das Buch, das du angegeben hast.

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He who binds to himself a joy
Does the winged life destroy
But he who kisses the joy as it flies
Lives in eternity’s sun rise

(Eternity, William Blake)


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Yoji
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 Betreff des Beitrags: Re: Schreiben lernen aus Büchern?
BeitragVerfasst: Do Mai 29, 2008 1:22 
@Farawyn

Hab das Buch gelesen und sogar den zweiten Teil davon im Regal stehen, würde es dir aber nur bedingt empfehlen. Wieso?

Zu Allererst: Der Autor konzentriert sich zum Großteil auf das Schreiben von Krimis und dementsprechend auch "nur" auf die dort vorherschenden Arbeitsmittel. Das ist in Ordnung um erste Grundlagen zu erlernen, wenn du überhaupt keine Ahnung hast, was ein Spannungsbogen und was eine Prämisse ist, bist du nach diesem Buch schlauer, aber dann stößt du dort auch schon an deine Grenzen.

Zweites Problem: Der Autor ist ziemlich von sich selbst und seinen Methoden überzeugt, der Name ist durchgehend Programm. Das kann (wie auf mich) nach ein paar Stunden Lesezeit etwas nervend wirken, vor allem aber wirkt es teilweise etwas unseriöus, wenn er dir immer wieder verspricht "halte dich an diese Methoden und DU wirst ein Meisterwerk schreiben". Die erklärten Mittel mögen "richtig" sein, nur die Art und Weise wie es verpackt ist, kann etwas aufdringlich und befremdlich wirken.

Insgesamt solltest du auf keinen Fall erwarten, dass du dieses Buch anpackst, es durchliest und sofort die Hälfte des Weges geschafft hast. Es vermittelt wie erwähnt ein paar Grundlagen, bezieht sich dabei aber nur komplett auf "Formsachen", der fürs schreiben ja ungeheuer wichitge Stil wird komplett ausgelassen.

Daher haben Zopf und Poly völlig Recht, Lesen ist natürlich nie vekrhert, man lernt besonders in diesem Bereich nie aus UND man muss einfach verdammt viel Arbeit selbst erledigen. Das Schreiben ist durch pure Theorie nicht zu erlernen.

Auch wenn dir deine ersten, kleinen Geschichtchen vorkommen werden wie schlechte Herr der Ringe Abklatsche oder drittklassige Kiosk-Krimis. Es wird besser werden.

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Ich grüße meinen persönlichen, heimlichen Beobachter, Korrekturleser und Spitzel.


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Vollstrecker
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 Betreff des Beitrags: Re: Schreiben lernen aus Büchern?
BeitragVerfasst: Di Jun 24, 2008 19:53 
Über den Titel des Buches hab ich mich herrlich amüsiert xD
Ist das wirklich ernsthaft? Klingt eher nach ner Art Satire oder so...

Jedenfalls kann ich auch nur sagen: lies und schreib. Das ist am Anfang erstmal das wichtigste. Wenn dir das schreiben Spaß macht und du Ideen hast, machst du von allein aus weiter. Wenn nicht wirst du wohl sowieso garnicht damit anfangen wollen =P
Gib deine schriftellerischen Ergüsse anderen Leuten zu lesen, Freunden, Familienmitgliedern und auch jemandem, der vielleicht wirklich etwas davon versteht. Dadurch bekommst du Feedback von verschiedenen Quellen, halte ich für sehr wichtig, da man seine eigenen Werke normalerweise so ganz und garnicht beurteilen kann. (so gehts mir zumindest)

Ansonsten, einfach immer weiter lesen und schreiben. Dir ein solches Lehrbuch zu lesen schadet natürlich nicht, aber praktische Übung ist wichtiger und in der Regel auch leichter verständlich - bei allem eigentlich. Bei dem von dir genannten Buch würde mich schon der Titel etwas abschrecken, wies inhaltlich ist, kann ich freilich nicht sagen.

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SO PLEASE, GO SECRETE ME AN EARTH RIVER THROUGH YOUR STRANGE HUMAN TEAR DUCTS.


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van Katzenraub
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 Betreff des Beitrags: Re: Schreiben lernen aus Büchern?
BeitragVerfasst: Di Jun 24, 2008 21:29 
Viele Klassiker lesen und versuchen, ein Gefühl für den Stil zu bekommen. Dann selbst mäßige Versuche des Kopierens unternehmen. Andere Klassiker lesen und versuchen, ein Gefühl für den Stil zu bekommen. Dann selbst resolute Versuche des Kopierens unternehmen. Neuere Klassiker lesen und versuchen, ein Gefühl für den Stil zu bekommen. Dann selbst ansprechende Versuche des Kopierens unternehmen und später dann nach eigenem Ermessen und Ästhetikempfinden das Beste von allem kombinieren.
Look, listen and repeat.

Ist wie beim Malen, wenn du nicht vom Himmel gefallen bist, erst mal viel abzeichnen, variieren, zusammenschieben und den einen eigenen Stil finden, den man dann ausbaut.

Das einzige, was man durch solche Bücher lernt, ist, dass Personen, Handlungen und Hintergründe Motive brauchen, um zu bestehen, aber das weiß man normalerweise - oder aber: so sage ich es dir jetzt.

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Maker-Download: Nach RM2K_107E googlen.


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 Betreff des Beitrags: A
BeitragVerfasst: Do Jun 26, 2008 18:12 
Ich halte es für empfehlenswert einfach zu schreiben und Spaß dabei zu haben. Wenn du es hobbymäßig machst, sollte es Spaß machen. Also schreib einfach irgendwas und erwarte nicht, dass es gut ist. Das ist erstmal auch nicht wirklich wichtig.

Die ersten tausend Seiten sind vermutlich nicht weiter beachtenswert, aber ist ja wurscht. Wenn du Freude dran findest, wirst du mit der Zeit auch besser werden - wenn du keine Freude dran findest, probier's vielleicht besser mit was anderem, sich dazu zwingen bringt normalerweise nichts. Ein Tipp könnte auch sein, einfach ideenlos loszulegen. Mit irgendwas anzufangen und zu schauen, was passiert. Ideen kommen oft auch erst beim Schreiben selbst. Einen größeren Sinn ergeben muss es auch nicht. Es muss gar nichts.

Vom Schreibenlernen durch Bücher und Kopieren halte ich irgendwie überhaupt nichts. Staubtrockene Angelegenheit, wie mir scheint.
Aber muss halt jeder seinen Weg finden. Ich würd' den vorschlagen jetzt einfach dieses verdammte Word-Dokument aufzumachen und in die Tasten zu hauen als wäre es ein Beat'em'up.

Edit: Oh. Das Thema ist alt und der Herr ganz oben schneit offenbar sowieso nicht mehr rein.


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