RPG-Maker Quartier

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Mo Jun 23, 2014 17:16 
ZOLA JESUS - DANGEROUS DAYS

Ich muss ehrlich sagen, wirklich begeistert bin ich nicht, das klingt im Vergleich zu mich atmosphärisch nach wie vor in ihren Bann ziehenden Singles wie "Vessel" reichlich reizlos. Und jetzt muss ich es auch einmal in aller Deutlichkeit sagen: Danilova klang anscheinend immer schon ein wenig wie eine stimmlich limitierte Christina Aguilera, der man grade das Knödeln beigebracht hat. Und hört auch hierauf nicht so ganz auf damit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Mi Jul 02, 2014 16:51 
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OMGOMGOMG

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Mi Jul 16, 2014 8:18 
Watch a teenage Mike Patton and pals at Mr. Bungle’s high school talent show


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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Sa Jul 19, 2014 11:34 
Puh, wüste Geschichte. Aber hochinteressant, vielen Dank, und dass so eine komplexe Rechtsstreitgeschichte Gift für jegliche Inspiration ist, glaub ich gern. Erstaunlich außerdem, dass MJK in Sachen Songwriting überhaupt nicht involviert ist (was er aber anscheinend schon bei "10,000 Days" nicht mehr war, und die Platte fand ich nichtsdestotrotz fantastisch), davon hatte ich zwar schon läuten hören, aber nun habe ich die Bestätigung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Do Jul 24, 2014 20:13 
Hm. Dass der Staat Israel für Brendan Perry kein Existenzrecht hat, hat er irgendwo schon mal verlautbart. Nun überrascht es aber trotzdem ein wenig, dass er aber auch noch auf der Facebook-Seite seines Projektes eine Dokumentation verlinkt hat, die sich auf die Seite der Palästinenser stellt. Ich gehe zumindest schwerstens davon aus, dass er es war, denn seine Bandkollegin interessiert sich laut diesem Interview (in dem Perry noch dazu genau 19 Sekunden braucht, um sich als ausgemachter Grantscherben zu präsentieren) im krassen Gegensatz zu ihm nicht für Politik. Wenn man mich fragt, so ist es im Grunde vollkommen unerheblich, wie man zum Nahostkonflikt steht, um hier der Meinung zu sein, dass Perry seine Band damit mutwillig massiv entzaubert. Wenn das irgendeine x-beliebige Band macht, von der man weiß, dass sie ohnedies massiv politisch motiviert ist, oder wenn es meinetwegen Morrissey macht, von dem man ohnehin weiß, dass er alles sagt, was er sich denkt, ist das weiter keine große Sache, aber wenn ein Projekt wie Dead Can Dance, das mir bislang wie kaum ein anderes vermittelt hat, über diesen Dingen zu stehen, derart klar Stellung bezieht, tut es sich meines Erachtens alles andere als einen Gefallen. Meinungen?

EDIT: Diese neue Copy&Paste-Abhandlung elaboriert zumindest mal ein wenig, was aber wenig am Sachverhalt ändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: So Jul 27, 2014 10:00 
Antithese: Mit Privilegien kommt Verantwortung. Wer die Mittel hat zigtausend Menschen zu erreichen, der hat die auch zu nutzen, wenn sein Nationalstaat in Verbrechen verstrickt ist. Perry sollte aber offenbar lieber den Mund halten und vorher ein Buch lesen. Wie das aber die Musik für dich entzaubert kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen. Weil der sich mit sowas profanem wie menschl. Leid beschäftigt? e: Ach du meinst weil das so selektiv geschieht? DCD sind doch nicht amnesty international.


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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: So Jul 27, 2014 13:14 
Rosa hat geschrieben:
Antithese: Mit Privilegien kommt Verantwortung. Wer die Mittel hat zigtausend Menschen zu erreichen, der hat die auch zu nutzen, wenn sein Nationalstaat in Verbrechen verstrickt ist. Perry sollte aber offenbar lieber den Mund halten und vorher ein Buch lesen. Wie das aber die Musik für dich entzaubert kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen. Weil der sich mit sowas profanem wie menschl. Leid beschäftigt? e: Ach du meinst weil das so selektiv geschieht? DCD sind doch nicht amnesty international.

Neinnein, Selektivität ist in diesem Falle nicht einmal mein Problem. Wenn Perry nun noch auf die Idee käme, ähnlich polarisierende - was ja im Grunde nicht schlecht sein muss - Statements zu Syrien und Ukraine abzusondern, damit es nicht mehr selektiv ist, hätte er bald fast nur noch angeödete "Stick to the music"-Nachrichten unter seinen dann wahrscheinlich auch wieder zusammenkopierten Facebook-Posts stehen, von denen gibt es ja schon jetzt einige, und ich würde denen ohne Zögern zustimmen. Das liegt auch nicht daran, dass mir diese Geschichten zu profan wären, aber ich mag ihre Musik schlicht und ergreifend extrem gern und finde es vielleicht auch ein wenig bedauerlich zu sehen, dass die Menge an Fans durch diese lieblos erstellten politischen Copy&Paste-Statements gespalten wird, nur weil sich Perry vor ein paar Tagen endgültig nicht mehr zurückhalten konnte. Kleines Gedankenspiel, Kain: Wärst du auch dieser Ansicht, wenn sich Perry auf die Seite Israels geschlagen hätte? Oder hättest du dir dieses dämliche Angerotze mit Clownshut, das Xhi aus den Edit-Untiefen gerettet hat, dann gespart? :)

Netter Nachsatz in den Kommentaren übrigens:
Perry hat geschrieben:
We would like to thank everyone for their comments. Even those who clearly did not read or perhaps even understand the intentions of the writer. Ironically the contributors to the thread who merely used it as a vehicle to insult other members and spread yet more nationalist disinformation and propaganda are precisely the people this article was intended for. It's time for a mature debate ...... that's the real message here. So before you continue labelling people as being anti semitic, fascists or terrorists just because they disagree with your viewpoint take a hard look in the mirror and tell us if you really want to be part of the solution or continue to be part of the problem.

Dass er da überhaupt noch den Nerv hat, von "we" zu sprechen.
Xhi hat geschrieben:
Ein paar der trivialsten Beispiele dafür, dass Dead Can Dance auch nie gänzlich unpolitisch waren (allein schon weil Perry garnicht anders kann und in diesem Interview sehr richtig die mannigfaltigen Möglichkeiten des Missbrauchs aufzeigt, die Musik bietet) sind zum einen die Lyrics zu "Black Sun" oder "Amnesia", die jeden durchgenuckelten Dylan-Text mächtig alt aussehen lassen

Sieh mal einer an. Ich empfinde "Amnesia" als das bei weitem schwächste Exemplar aus "Anastasis" und - bedenkt man, was der Mann schon mit seinen Metaphern bei seinen Anhängern für gedankliche Blüten treiben ließ - unendlich banal. Erstaunlich, dass du den DK7-Text aus meinem letzten Tape lächerlich fandest und Perry dann platte Stilblüten wie "If memory is the true sum of who we are, may your children know the truth and shine like the brightest star" durchgehen lässt. Mich schüttelt's da jedes Mal innerlich. Politisch ist das indes sicherlich, da geb ich dir schon recht. Der Unterschied ist: "Amnesia" offenbart eine Sicht, auf das man sich schnell mal einigen kann, weil der Text nichts Konkretes anspricht, sondern beim - dare I say it - Gemeinplatz bleibt. Und das lasse ich ihm inkonsequenterweise auch noch eher durchgehen als irgendeinen lieblos bei Facebook hineinkopierten Sermon, und später den arroganten Nachsatz, dass sein Experiment gelungen sei. Das macht genau nichts besser (90% der Menschen dort machen nichts anderes als ihre vorgefertigte Meinung in den Äther zu blöken) und verwickelt die Band in Diskussionen, die anderswo so viel besser aufgehoben wären. Und dass ich es ohnehin merkwürdig finde, sich in einer Auseinandersetzung zwischen einem perversen Apartheidstaat und Islamisten unkritisch auf eine Seite zu wuchten, darum soll es jetzt nicht gehen, ich wollt's nur erwähnt haben.
Xhi hat geschrieben:
Zum anderen aber die geradezu höllenhafte Atmosphäre, die "The Host Of Seraphim" im Film Baraka den Bildern einer Landschaft von bunt gekleideten, in Müll und Schlamm grabenden Menschen in Indien verleiht, die dann in einem endlos scheinenden Meer von ausgedienten Kampfflugzeugen münden

Den Ausschnitt aus "Baraka" hab ich schon oft gesehen, und ich lande immer bei folgendem Fazit: audiovisuell unfassbar beeindruckend, aber ebenso unfassbar didaktisch. "Sieh nur, du vollgefressener Erste-Welt-Bewohner, wie dreckig es diesen Menschen geht, auf die wir jetzt nochmal ganz besonders lang die Kamera draufhalten, mit Musik im Hintergrund, die dir wie keine andere vorschreiben kann, was du davon zu halten hast. Jetzt geh dich aber schämen, loslos!" Politisch ist das indes sicherlich, da geb ich dir schon recht. Aber falls es dir entgangen ist, das Stück ist vier Jahre älter als der Film, den Lisa Gerrard außerdem nicht gedreht hat.
Xhi hat geschrieben:
die die Menschen in den Entwertungszentren des Okzidents davon überzeugt, irgendjemand könne in diesem, unserem Teil der Geschichte noch "über den Dingen" stehen.

Jetzt tu mal nicht so - ich behaupte nicht, dass man ununterbrochen so tun sollte/könne, als ob einen die politischen Abgründe dieser Welt gar nichts angingen. Das macht Perry ja auch nicht, das hast du selbst mit "Black Sun" und "Amnesia" gezeigt, aber es macht wohl einen Unterschied, ob er es in seine Kunst verpackt, oder ob er in seinem und Gerrards Namen über den offiziellen Bandkanal eine klare Stellung zu einem aktuellen Konflikt bezieht. Letzteres ist weit unmittelbarer.
Xhi hat geschrieben:
Wenn Perry sagt "No one makes music like us" dann hat er schlicht und ergreifend Recht - ich sehe hier ganz ehrlich gesagt nichts Unsympathisches. Auch ansonsten sind seine Statements zwar kantig, aber wenigstens echt, roh, nicht vorgefertigt - der Mann sagt, was er denkt, und sowas ist rar heutzutage, wird daher auch leider als Arroganz missinterpretiert. Arrogant ist das naive, starrhalsige Gewäsch Gerrards: "I prefer to look at music as a campfire way of communicating the things of the spirit and the heart, not politics." Wirklich Lisa? Eine etwas substanziellere Plattitüde, die du nicht schon in zwei dutzend Interviews formuliert hast (man siehe jenes auf der Towards The Within Live DVD), fiel dir nicht ein? Sorry, das entzaubert. Wer will dieses Blabla von "heart" und "soul" und "deeply touching" und tralala hören? Ich jedenfalls nicht, weshalb ich bei jedem Interview auf's Neue überlege, ob ich es mir überhaupt anschaue.

Ich habe Perry nirgendwo als arrogant bezeichnet, lediglich als Grantscherben, und das mit Recht. Versteh mich nicht falsch, der Interviewer war alles andere als professionell, es war damals, als das Interview gedreht wurde, saumäßig heiß, und ich erkenne Professionalität bei interviewten Künstlern auch nicht daran, dass sie jeder auch noch so oberflächlichen Frage mit einem gekünstelten Lächeln und einer ebenso oberflächlichen Antwort begegnen, wir sind ja hier nicht bei Frauke Ludowig. Trotzdem frage ich mich, ob sich Gerrard hier nicht vielleicht ein klein wenig für ihn geschämt hat - andersrum allerdings auch. Amüsiert habe ich mich allerdings auch, auch wenn ich mich geärgert habe, dass in exakt dem Moment abgeblendet wurde, als Gerrards Kopf bei Perrys erstem F-Wort herumflog - ich hätte zu gern gesehen, wie sie einmal in ihrem Leben diese unberührbare Aura ablegt (das passierte nicht mal hier bei 0:08, wenn wir schon dabei sind). Und ja, Gerrards Interviews sind oftmals latent befremdlich, da bin ich bei dir.

Was die Entzauberung angeht, muss ich mich - und du dich vielleicht auch - aber ernsthaft fragen, was das Projekt im Endeffekt ausmacht. Sind es denn hauptsächlich die straightforwarden Botschaften, die dir so gefallen, das Rohe, Kantige? Wirklich? Man spricht bei Dead Can Dance ganz gern von einer künstlerischen Yin-Yang-Beziehung der beiden Mitglieder, da haben Perrys Anliegen ebenso viel Platz wie Gerrards esoterisch angehauchtes Interesse an "the heart of things". Der Rest deiner Ausführungen zum Interview liest sich sehr nachvollziehbar und durchdacht, und darum soll es ja im Vordergrund gar nicht gehen, bloß:
Xhi hat geschrieben:
"Who Can Say?"

"Only Time" hieß das Ding.
Xhi hat geschrieben:
Es zählt also, dagegen zu halten.

Die Frage ist nur, auf welche Art und Weise.
Xhi hat geschrieben:
Und nein, ich brauche selbstverständlich keinen politischen Bezug in Musik, schätze es aber trotzdem, wenn Musiker abseits ihrer Kunst noch ein Bein in der düsteren, gesamtgesellschaftlichen Realität unserer Tage haben.

Zu diesem Anlass möchte ich dich gern mit einem last.fm-Zitat konfrontieren (keine Angst, ich bin kein Stalker, es kam mir nur grade zufällig in den Sinn), das mir von dir im Gedächtnis geblieben ist. Es fiel vor vier Jahren zum Thema der religiösen Thematiken von Wovenhand:
Xhi hat geschrieben:
Whether it's faith or politics ... leave this primitive crap out of the perception of music, it's just not worth it. Music is beyond and above this [...]

Ich möchte dir nicht vorwerfen, dass du dir widersprichst, wüsste aber gern, wie du - falls sich deine Meinung nicht inzwischen geändert hat - dieses Zitat mit deinen Aussagen zu diesem Thema in Einklang bringst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: So Jul 27, 2014 15:23 
Die Forderung, er soll ein Buch lesen, war mehr eine Metapher für sich mit der Sache mehr beschäftigen. Du darfst beschließen, dass Israel zerstört werden soll, aber in dem Moment in dem du dich in die Öffentlichkeit stellst hast du dann eben einfach den Mund zu halten, weil du der Sache, für die du da angeblich einstehst, Schaden zufügen wirst.

Niotq hat geschrieben:
Kain: Wärst du auch dieser Ansicht, wenn sich Perry auf die Seite Israels geschlagen hätte?
Da wäre ich selbstverständlich auch dafür, dass er die Fresse hält und zunächst "ein Buch liest." Das sind zwei unterschiedliche Gedanken. 1) Du bist moralisch verpflichtet dich gegen Unrecht einzusetzen für das du verantwortlich bist, 2) Perry sprach Müll und mir wäre es darum lieber gewesen, er hätte das nicht getan.

Niotq hat geschrieben:
Statements zu Syrien und Ukraine abzusondern
Das wird nun ein bisschen Offtopic, aber ich höre das einfach zu oft um es zu ignorieren. Der Syrienvergleich ergibt wirklich nur Sinn, wenn du ein Kriegstreiber bist und außerdem von Verbrechen ablenken möchtest, die wir unmittelbar unterstützen. Syrien ist nicht deutsche Staatsraison. Wir unterstützen Assad nicht mit Waffen, nicht mit diplomatischen-, nicht mit wirtschaftlichen Mitteln. Du kannst Menschen, die in die Palästinasoli involviert sind, nicht vorwerfen, nicht zu Protesten in dieser Sache aufzurufen, weil es unter denen ohnehin und grundsätzlich überhaupt keinen Support gibt fürs Zerbomben arabischer Landstriche, oders Aushungern ihrer Bevölkerung.

Und nachdem ich deinen Kommentar gelesen habe, stell ich mich dann doch hinter den Satz, den Xhi da rettete. Erkenne beim besten Willen keinen anderen Sinn als die Forderung um Himmels Willen doch hier nicht mit toten Menschen belästigt zu werden.


Zuletzt geändert von Rosa am Mo Jul 28, 2014 10:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Do Jul 31, 2014 18:40 
Gerade The New Law auf twitter

http://www.newdust.com/the-puget-sound- ... he-new-law

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Do Jul 31, 2014 18:50 
Benutzt hier jemand Spotify und wenn ja, lohnt es sich? Oder ist das nur wieder eines dieser pseudo-allumfassenden Musikangebote, wo man die Hälfte missen muss, sofern man sich nicht den ganzen Tag mit Taylor Swift und David Guetta beschallen lassen will?

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Do Jul 31, 2014 21:31 
Spotify ist ganz nice. Du hast eine enorm riesige Auswahl an Musik aus sämtlichen Richtungen und die Qualität ist gut für Stream. Und man kann seine lokale Musik einfach einbinden wie bei einem gewöhnlichen Player wie Winamp oder so. Wenn man kein Geld investieren möchte, muss man zwar ab und an Werbeunterbrechungen erdulden, aber die bestehen zu 90% aus Spotify-eigener Werbung und sind nicht großartig störend. Nervig ist nur, dass die Werbung pausiert, wenn man die Lautstärke dabei zu sehr runterschraubt.

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¤ Die Elster spielt ¤

¤ Hier könnte deine Werbung stehen.
¤


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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Do Jul 31, 2014 22:32 
Ach, mit Kostenpflicht hätte ich eigentlich gar nicht so ein immenses Problem. Mir geht es eher darum, dass die Musikauswahl sehr umfangreich ist und auch Interpreten enthält, die dem gemeinen Chartjünger zu underground sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Fr Aug 01, 2014 18:16 
Rosa hat geschrieben:
Das wird nun ein bisschen Offtopic, aber ich höre das einfach zu oft um es zu ignorieren. Der Syrienvergleich ergibt wirklich nur Sinn, wenn du ein Kriegstreiber bist und außerdem von Verbrechen ablenken möchtest, die wir unmittelbar unterstützen. Syrien ist nicht deutsche Staatsraison. Wir unterstützen Assad nicht mit Waffen, nicht mit diplomatischen-, nicht mit wirtschaftlichen Mitteln. Du kannst Menschen, die in die Palästinasoli involviert sind, nicht vorwerfen, nicht zu Protesten in dieser Sache aufzurufen, weil es unter denen ohnehin und grundsätzlich überhaupt keinen Support gibt fürs Zerbomben arabischer Landstriche, oders Aushungern ihrer Bevölkerung.

Aber, äh, das war eigentlich weniger ein Vergleich (derer habe ich auch schon genug gesehen) als vielmehr eine Aufzählung anderer Konflikte, die er hätte ansprechen können, damit es nicht so wirkt, als würde er sich speziell auf Israel einschießen. In diesem Sinne: keine Bange.
Rosa hat geschrieben:
Und nachdem ich deinen Kommentar gelesen habe, stell ich mich dann doch hinter den Satz, den Xhi da rettete. Erkenne beim besten Willen keinen anderen Sinn als die Forderung um Himmels Willen doch hier nicht mit toten Menschen belästigt zu werden.

Wenn Perry, wenn es nach Xhi geht, seine Meinung zusammenzitieren darf, darf ich das schon lange. Hier ein User aus den Facebookdiskussionen:
Zitat:
I have always considered your art to be one of healing and uniting. This particular article posted, seems to be very biased and unfortunately has offended many people. Of course you have every right to post your views politically and socially, however, I am at a point in my life where I am seeking a healing, unifying voice in a world of division and anxiety. This type of rhetoric, has clearly, achieved the exact opposite of what I really loved about your message and artistic expression. Debate is fine but biased unwavering one sided viewpoints are not. Tolerance must be exercised on both sides of any argument to truly make a change.

Das kommt schon ganz gut hin.
Xhi hat geschrieben:
Zitat:
Der Unterschied ist: "Amnesia" offenbart eine Sicht, auf das man sich schnell mal einigen kann, weil der Text nichts Konkretes anspricht, sondern beim - dare I say it - Gemeinplatz bleibt.


Der Unterschied wozu? Zu DK7? Na dann hör dir den Text aber nochmal an. ;)

Du bist ein Schelm. :D Nein, der Unterschied dazu, irgendeine auf tatsächliche, momentane Geschehnisse verweisende politische Botschaft auf sein Facebookprofil zu pappen statt eine allgemeinere Botschaft wie die von "Amnesia" zu verbreiten, die schlichtweg niemandem wehtun kann, weil sie so wenig konkret ist.
Xhi hat geschrieben:
Dass Facebook kein geeigneter Ort für derlei Diskussionen sein mag, kann ich ja noch verstehen (wenn auch nicht fundiert beurteilen, weil ich dort nie aktiv war). Allerdings frage ich mich, wo du diese Diskussionen besser aufgehoben siehst.

Du bist hier der Fachmann für politische usw. Diskussionen, müsstest du das nicht besser wissen als ich? ;) Im Ernst, gerade in Zeiten des Aussterbens des Konzeptes Forum tue auch ich mich ein wenig schwer, eine Alternative zu benennen. Was ich nur sagen wollte: Das Facebook-Profil seiner Band, wo Menschen zusammenfinden, die praktisch ausschließlich durch den Enthusiasmus, den sie Dead Can Dance entgegenbringen, geeint werden, kann nicht die beste sein.
Xhi hat geschrieben:
Naja, eine solche Einstellung gegenüber diesen Realitäten hingegen klingt exakt nach dem Klischee, das du hier gerade auf die Schippe zu nehmen versuchst. Wenn du dich schon daran störst und scheinbar unangenehm berührt fühlst, dann frage ich mich, wie du reagierst, wenn die politischen Konsequenzen auch in deinem Leben spürbar werden, die solch emotional appellierende Bilder erst ermöglichen.

Aha! Man beachte hier die verräterische Formulierung "emotional appellierend". Und ob dieser Ausschnitt emotional appelliert, wogegen ja nichts zu sagen ist, das haben Filme so an sich. Wenn man dabei allerdings dermaßen mit dem Holzhammer zu Werke geht wie die Macher von "Baraka", ist es zu einfach zu durchschauen, was diese Bilder mit mir machen sollen. Das Denken soll mir quasi abgenommen werden, wodurch ein Gutteil dieser Wirkung verpufft. Außerdem begehst du hier einen entscheidenden Fehler: "Einstellung gegenüber diesen Realitäten"? Wo habe ich davon irgendetwas geschrieben? Es geht mir in keiner Form um die Realitäten selbst, sondern um die Art, wie diese Realitäten künstlerisch dargereicht werden, nicht weniger, aber ganz sicher auch nicht mehr. Wodurch auch dein argumentativer Schluss...
Xhi hat geschrieben:
Und genau deshalb kann ich hier nur nochmal Kains Eindruck teilen

...auf Sand gebaut ist.
Xhi hat geschrieben:
Gerrard muss "Baraka" nicht gedreht haben, um hier Position zu beziehen.

Ziehst du hier nicht etwas viele Schlüsse aus diesem einen Interviewstatement? Ich meine nur: Es ist ein Unterschied, ob Gerrard aktiv an der Gestaltung eines Filmes mitwirkt, oder ob sie das Konzept von "Baraka" vorgelegt bekommt und meint: "Ach, warum nicht, kann nicht schaden." Ich sage hier nicht, dass unbedingt letzteres Extrem zutreffen muss, bevor du mich drauf festnagelst.
Xhi hat geschrieben:
Ich sehe hier nur nach wie vor keine "Entzauberung", weil ich davon ausgehe, dass derart kreative und begnadete Musiker, wie in diesem Fall, auch etwas im Köpfchen haben.

Die Frage ist nur, was "etwas im Köpfchen haben" damit zu tun hat, ohne jeglichen persönlichen Kommentar außer eines sinngemäßen "Haha, mein Experiment hat funktioniert" irgendwelche Pro-Palästina-Inhalte zu teilen, wie reflektiert und fair sie auch immer sein mögen, ich hab mir das auch weder durchgelesen noch angesehen. Dazu gehört ja wohl wirklich nicht viel.
Xhi hat geschrieben:
Ich liebe dieses Projekt gerade wegen des überbordenden, spirituellen Anstrichs, der für meine Begriffe gänzlich ohne Kitsch auskommt und für den Gerrard sich maßgeblich verantwortlich zeichnet.

Da sind wir uns einig. Eines musst du mir aber noch sagen: Ist es denn in Bezug auf die Künstler wirklich entzaubernd, wenn Gerrard diesen Aspekt des Spirituellen gelegentlich zu weit treibt und sich in Worthülsen flüchtet, und lobenswert, wenn Perry irgendwelche Artikel und Videos lieblos zusammenkopiert auf das gemeinsame Bandprofil stellt, wohl wissend, dass sich seine Fans darüber verbal die Köpfe einschlagen werden? Wenn du mich fragst, macht beides keinen schlanken Fuß.

Danke überdies für deine Erläuterungen zu Wovenhand. Die Quelle hätte ich in der Tat gleich mitliefern können - falls du dir nicht schon selbst die Mühe gemacht hast: hier.

Und übrigens, ein Wort noch zum Interview: Gerrard soll den Schilderungen von Metaltrails nach erst nach dem Dreh aus der Haut gefahren sein, als sie darum gebeten wurde, mit dem Interviewer ein Foto zu machen. Ich hoffe, damit entspricht sie wieder eher dem Verhaltensmuster, das du dir von großen Künstlerinnen und Künstlern wie ihr und Perry wünschst. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Fr Aug 01, 2014 18:36 
darum die warnung, dass das offtopic wird. der zitierte kommentar ist einfach unglaublich ...inkonsistent. spricht der user da wirklich von five broken cameras? er erzählt jedenfalls perry, nachdem er erklärte, dass er heilung sucht, und ihn die "rhetorik" diese films runterzieht, einfach seine eigene politische perspektive. und ihm gefällt ja einfach nicht, dass perry die nicht teilt und meint dass sie aber besser zu seiner musik passt. das ist schon stark surreal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Musik/Konzerte-Talk
BeitragVerfasst: Fr Aug 01, 2014 18:47 
Rosa hat geschrieben:
er erzählt jedenfalls perry [...] einfach seine eigene politische perspektive. und ihm gefällt ja einfach nicht, dass perry die nicht teilt und meint dass sie aber besser zu seiner musik passt.

Findest du? Hätte ich jetzt persönlich gar nicht so gesehen. Er beschwert sich ja über "one sided viewpoints". Wenn du mich fragst, findet er es in diesem Fall einfach nicht richtig, sich unkritisch auf eine Seite zu stellen, und daran ist ja prinzipiell wenig fragwürdig oder verwerflich. Ein Artikel bzw. eine Doku, die in dieser Angelegenheit PI-News-kompatibler gewesen wäre, wäre nicht minder offensive gewesen. Gerade in einer Zeit, in der das Neofolk-Projekt Rome lediglich Konzerte in Tel Aviv und Jerusalem spielen will und schon dafür von seinen Fans gescholten wird.

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