RPG-Maker Quartier

Hier dreht sich alles um die RPG-Maker-Reihe von ASCII/Enterbrain. Der RPG-Maker ist ein Tool, mit dem du dir dein eigenes kleines Rollenspiel erstellen kannst. Du findest hier alles, was du dazu brauchst. Aber natürlich umfasst die Community noch mehr!
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BeitragVerfasst: So Jul 07, 2013 22:33 
Hallo. Nach der Hedonismusgeschichte, der Faszination-des-Hässlichen-Geschichte, der Ideologie-im-Black-Metal-Geschichte und der Jan-Delay-über-das-Urheberrecht-Geschichte möchte ich gerne wieder einmal schauen, ob ich hier trotz der Leere noch einen Thread mit einigen interessanten Wortmeldungen zusammenbekomme.

Ich halte die Frage für eine recht polarisierende, und die Diskussionen im Internet zu diesem Thema geben mir recht: Was haben wir von Bands bzw. Künstlern eigentlich genau zu erwarten, wenn wir Geld bezahlen und einen mehr oder weniger umständlichen Weg zurücklegen, um sie live zu sehen? Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass das je nach Band/Künstler und Stil variiert, aber wenn man nach der landläufigen Auffassung einer Band geht... ein Greatest-Hits-Programm? Etwas abseits der Norm, das keine Rücksicht auf derartige Belange nimmt? Oder ist das gar nicht so wichtig, solange man merkt, dass sie sich bemühen und dem Publikum auch etwas für sein Geld bieten möchten?

Details für Menschen, die es genau wissen wollen:
Stein des Anstoßes war ein Auftritt der Indie-Rock-Band Low, und ich bin mir völlig im Klaren darüber, dass ich der Einzige hier bin, der die mag. Ein Auftritt, den diese vor kurzem im Rahmen eines kleinen Festivals namens "Rock the Garden" in der US-amerikanischen Stadt Minneapolis absolvierte. Kuratiert wurde dieser Auftritt von einem Radiosender namens "The Current", der sich anscheinend durch ein nicht zu überforderndes Rockprogramm auszeichnet, wo Low speziell mit ihren letzten beiden Alben "C'mon" und "The Invisible Way" ganz gut hinpassen, nicht, dass die schlecht gewesen wären. Low, die ja schon ganz andere Saiten aufgezogen haben, machen im Moment eben sehr zugängliche Rockmusik, und das erwartete eben auch das Publikum von "Rock the Garden". Dazu muss ich noch sagen, dass Minnesota ihr Heimatstaat ist, man kann sie also schnell einmal dort live sehen. Ist nicht so wie in Österreich, wo sie seit sechs Jahren nicht mehr waren.

Nun wurde dieses Festival von einem absoluten Sauwetter geplagt, es goss passagenweise wie aus Eimern, wodurch das Programm kurzzeitig unterbrochen werden musste und man Low ihren Auftritt auf eine halbe Stunde kürzte. Die Band nahm das als Gelegenheit, um etwas auszuprobieren: Sie wühlte in ihrer Diskographie und förderte "Do You Know How to Waltz?" zutage, ein Vierzehnminutenstück aus ihrem dritten, längsten und vielleicht mühsamsten Album "The Curtain Hits the Cast" von 1996. Das ist ein Stück, das aus zweieinhalb Minuten Song besteht, der Rest ist repetitives, immer weiter anschwellendes, ja annähernd als zerstörerisch zu bezeichnendes Gitarrendröhnen, dem ich persönlich eine gewisse Sogwirkung nicht absprechen kann. Sie haben das auch schon mit Godspeed You! Black Emperor live gespielt. Und dann dehnten sie es auf 27 Minuten aus und klatschten mit "Drone. Not Drones." noch eine politische Botschaft ans Ende. Das Resultat ist hier zu konsumieren und löste einen kleineren Shitstorm aus, es war u.a. davon die Rede, was für ein unverschämtes "Fuck you" in Richtung Publikum das gewesen sei.

Näheres über Motive und Hintergründe erläutert Sänger und Gitarrist Alan Sparhawk hier. Was hätte ich gesagt, wäre ich dabei gewesen? Ich wäre irritiert gewesen, hätte auch sicher gern Sachen wie "Silver Rider", "Murderer", "(That's How You Sing) Amazing Grace" und wie sie nicht alle heißen gehört, hätte aber trotzdem sehr viel Respekt für die Band und diese künstlerische Entscheidung aufbringen können. Respekt, den viele Besucher des Festivals, die sich etwas The-Current-Kompatibleres erwartet hatten, nicht übrig hatten.

The Current liefert nun einige interessante Argumente: In Zeiten wie diesen, in denen man nicht mehr zwangsläufig für Musik bezahlen muss, solange man einen Internetanschluss hat, erwartet man sich vielleicht noch etwas mehr von Musik, für die man zwangsläufig Geld ausgeben muss, jene, die man sich live ansieht. Das Geld bekommt noch einmal einen etwas anderen Stellenwert. Nüchtern betrachtet ist ein Auftritt wie der oben besprochene ja vor allem sehr unökonomisch für die Band, die, hätte sie einen Crowdpleaser als Show hingelegt, viele der Zuschauer auf ihren künftigen Konzerten hätten begrüßen dürfen. Man muss sich aber auch die gänzlich anders geartete Frage stellen, ob man den Auftritt einer 08/15-Rockband, die ein paar Stücke herunterspielt, die sich die Fans auch erwarten, nach Jahren noch so gut eingeprägt hätte wie einen derartigen Konventionsbrecher (für The-Current-Konsumenten natürlich). Es war immerhin etwas Unerwartetes und auch Provokantes. Haben sie damit ihr Soll erfüllt? Das Blog von "The Current" meint, ja, haben sie.


Für Faule:
Eine Rockband spielt auf einem Festival. Man erwartet konventionelle Rockmusik. Die Band spielt ein einziges riesiges, dröhnendes Monstrum. Viele sind empört.


Ich möchte abschließend nur kurz in die Runde fragen, und vielleicht könnt ihr euch schon an manch eine Konzerterfahrung erinnern, die zu diesem Thema passt: Wenn ihr Geld ausgebt, um ein Konzert zu sehen, von einer Band, von der ihr euch auch etwas erwartet, und wenn diese Band etwas zu euren Erwartungen völlig Konträres auf die Beine stellt, das euch vielleicht nicht so sehr befriedigt wie das erwartete Programm, fühlt ihr euch dann betrogen? Hat man grundsätzlich das Recht, sich in einem wie im Spoiler geschilderten Fall betrogen zu fühlen und zu meinen, die Band schulde einem nunmehr etwas?

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BeitragVerfasst: Mo Jul 08, 2013 14:28 
A: Lohnabhängiger X soll gefälligst die Kundschaft bedienen! Ist nicht passiert, weil Z! Würde nicht wieder beschäftigen.
B: Lohnabhängiger X soll gefälligst die Kundschaft bedienen! Ist passiert, weil Z! Würde wieder beschäftigen.

Mein Punkrockadar verzeichnet leider keinerlei Aktivität. Und bezugsberechtigt scheinen schließlich alle sich zu fühlen.


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BeitragVerfasst: Mo Jul 08, 2013 18:13 
The Current hat geschrieben:
The choice is ours as consumers whether or not to purchase a ticket, and the choice is the artists’ what they will do when they get up on stage—and really, it’s all much more rooted in economics than we might like to admit. If a band performs well, the theory goes, fans will come back to see them again. If not, that’s on them and their reputation.
John Doe hat geschrieben:
Man muss sich aber auch die gänzlich anders geartete Frage stellen, ob man den Auftritt einer 08/15-Rockband, die ein paar Stücke herunterspielt, die sich die Fans auch erwarten, nach Jahren noch so gut eingeprägt hätte wie einen derartigen Konventionsbrecher (für The-Current-Konsumenten natürlich). Es war immerhin etwas Unerwartetes und auch Provokantes. Haben sie damit ihr Soll erfüllt? Das Blog von "The Current" meint, ja, haben sie.
Das ist offenbar eine "Debatte" um die Frage ob Kontraktor Low geliefert hat. Subjektiver Austausch - "Gutes Konzert!" "Schlechtes Konzert!" -, dem das "Soll er auch!" a priori ohnehin zu Grunde liegt. Darum lautet die Frage auch nicht: "Sind uns Liveacts eigentlich irgendwas schuldig?"

Interessant find ich aushilfsweise wie umweglos das vermarktwirtschaftet wird. Würde erbarmungslos jene Pennies, die nicht an Bühnenarbeiter gingen, wieder einfordern, wenn Künstler X mit der Yacht anreisen durfte, gleich wie schön es war. Würde indes kategorisch alles aus jedem Handel zurückwollen, wenn ich Zeitarbeiter bei Daimler wäre. Und insofern: Wer mühsam sich den Zugang zu teuren, kulturellen Veranstaltungen erschuftet und dabei schließlich wenig Freude hat, fühlt auch zu Recht sich betrogen, aber eben um seine Arbeitszeit.

Haben auch nicht alle deinen Zugang zu experimentellen Scharmützeln. Und gerade wo es poppig oder volksliederlich wird, tragen bekannte Schnulzen zum Mitkrakeelen auch sehr zu meinem Amusement bei.

tl;dr: Ist gar keine Debatte. Menschen referieren einfach ihre durch und durch, und ausschließlich, persönlichen Präferenzen. Keiner kann von gar nichts überzeugt werden, außer womöglich von der Reklamewirkung für The Current und Low. :D


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BeitragVerfasst: Mo Jul 08, 2013 20:21 
Xhi, sehr gern, und verbindlichsten Dank für diese ausführliche Antwort.

Xhi hat geschrieben:
Starrhalsig wär's, erwartete ich hier lediglich eine detailgetreue Wiedergabe dessen, was ich auch auf Schallplatte genießen kann. Viele Fans wollen sowas und das ist auch ok.

Das toleriere ich auch. Wobei: Es ist ja, wenn man diesen Gedanken jetzt ein wenig weiterspinnt, genau diese Erwartungshaltung, nach der sich der Künstler dann auch ab und zu richtet, weil er das Publikum, grade wenn es nicht das aufgeschlossenste ist, wie in meinem Beispiel, nicht verprellen will. Daher werden Livedarbietungen gerne einmal etwas konventioneller als du das vielleicht gern hättest.

Xhi hat geschrieben:
Dead Can Dance

Hehe, so komme ich doch noch zum versprochenen Bericht, wie dir das Konzert gefallen hat.

Xhi hat geschrieben:
viele Zuschauer waren sichtlich begeistert, dass den alten Stücken, die man seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr live erleben konnte, mehr Raum gegeben wurde

Die haben das eigentlich ganz clever gelöst: Sie hatten große Klassiker, sie hatten fast die komplette neue Platte (und auch wenn bei den neuen Stücken weniger applaudiert wurde: Diese Entscheidung hätte man beispielsweise den Stones, abgehalfterten Rockdinosauriern, die seit 30 Jahren nichts Relevantes mehr veröffentlicht haben, nicht durchgehen lassen :D), sie hatten auch das eine oder andere unerwartete Stück im Gepäck. Insofern den Crowdpleaser-Faktor wunderbar in ein Konzert integriert, das auch Gemüter zufriedenstellte, die sich mehr davon erwarteten als die bloße angesprochene Wiedergabe dessen, was man ohnehin auf den Platten nachhören kann. Die einzige Beschwerde, die gelegentlich auftaucht, ist, dass u.a. im Vergleich mit "Toward the Within" arg viel aus der Konserve kam, aber... um die gediegen-vielfältige Soundlandschaft von "Anastasis" korrekt wiederzugeben, was hätten sie denn noch alles mitschleppen sollen? Streicher sind da ja nur der Gipfel des Eisberges.

Um die John-Zorn-Erfahrung bist du auch zweifelsohne zu beneiden, bloß: Biedere Harmonien hat sich an jenem Abend wohl auch niemand erwartet, der auch nur die geringste Ahnung davon hat, was der Mann schon für Krankheiten mit Patton aufgeführt hat. Oder würdest du sagen, dass an jenem Abend sonderlich vielen Erwartungen zuwidergehandelt wurde? Ich kann's nicht sagen, ich war ja nicht dabei.

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Und Kain, nun ja, die logische Folgerung in deinem ersten Post sagt mir überspitzt ausgedrückt, dass ein Auftritt, solange er auch nur irgendjemandem gefällt, nicht "Punkrock", sprich, der Idealzustand ist. Und komm mir jetzt nicht mit "Wer spricht hier von Idealzustand?"; sei ehrlich zu dir selbst. :P

Und dein zweiter enthält ganz klar "UMVERTEILUNG FTW!" und im Übrigen:

Rosa hat geschrieben:
Das ist offenbar eine "Debatte" um die Frage ob Kontraktor Low geliefert hat.

Rosa hat geschrieben:
tl;dr: Ist gar keine Debatte.

Wenn du die bisher von mir gestarteten Diskussionsthreads kenntest (nicht, dass du dazu verpflichtet wärst, naturellement), würdest du wissen, dass ich immer mit einem speziellen Anlass starte, zweimal war das ein Idiot aus dem Internet, einmal ein abgesagtes Konzert, einmal ein Spiegel-Interview, und das dann auf eine allgemeine Ebene zu überführen versuche, ich frage hier z.B. ja nicht gänzlich ohne Grund nach eigenen Liveerlebnissen.

Rosa hat geschrieben:
Menschen referieren einfach ihre durch und durch, und ausschließlich, persönlichen Präferenzen. Keiner kann von gar nichts überzeugt werden

Naja, wenn das so ist, dann lassen wir das hier einfach, reden gar nicht mehr über Musik, und jeder richtet sich in seiner kuscheligen Subjektivitätsblase ein. Spart auch viel Atem und Aufregung.

Ansonsten kann ich allerdings natürlich beide Seiten nachvollziehen, sowohl Xhi, der nach neuen, bislang unbekannten musikalischen Erlebnissen dürstet, und Kain, der bemerkt, dass das nicht alle tun.

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BeitragVerfasst: Mo Jul 08, 2013 22:40 
Zitat:
Und komm mir jetzt nicht mit "Wer spricht hier von Idealzustand?"; sei ehrlich zu dir selbst. :P
Bei Solis - Was hier nicht immer Solidaritätsveranstaltung heißt, aber oft einfach "Gib Kapelle/Wirt/Köchen und Veranstaltern, was du geben möchtest." - werf ich auch schlicht hin, was ich gerade veräußern kann und verrechne nicht die vorab kalkulierte Spaßkonsumption. Schlussendlich wollte ich aber bloß die Buchrechnung bei The Current , Freunden und Feinden konterkarieren.

Zitat:
Naja, wenn das so ist, dann lassen wir das hier einfach, reden gar nicht mehr über Musik, und jeder richtet sich in seiner kuscheligen Subjektivitätsblase ein. Spart auch viel Atem und Aufregung.
Der Thread heißt "Was sind uns Liveacts eigentlich 'schuldig'?", deine Quellen diskutieren ob Low "uns" das schuldig geblieben sind und kommen zu dem Ergebnis: "Nein, sind sie nicht." 'tschuldigung, dass ich darauf eingehe. Will auch gar keine Unterhaltung unterbinden. Mach mal! :D


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BeitragVerfasst: Di Jul 09, 2013 9:32 
Niotq hat geschrieben:
und ich bin mir völlig im Klaren darüber, dass ich der Einzige hier bin, der die mag.

Du kannst mich auch dazuzählen, wenn es um sowas geht. Ich rede nur nicht so viel darüber, aber mein Cousin hat mir einige Dinge vorgestellt, mit denen ich mich auseinandersetzte und sie dann zu mögen begann. Höre mir auch gerade das verlinkte Resultat an, gefällt mir. (Ich finde, am Ende hätten sie noch etwas mehr bringen können. Dröhnen kommt als Kontrastwerk zu "herkömmlicher Musik" imo immer ganz besonders gut und andersherum; aber sie haben sich halt für Lauterwerden entschieden anstatt noch mal umzuschwenken. Ist nur irgendwie schon Standard, na ja. Trotzdem gut.)

Was das eigentliche Thema anbelangt: Ich sehe dort keine Schuldigkeit. Die Band "muss" nur das tun, was sie versprochen hat, und wenn es kein explizites Programm gibt, in dem aufgelistet steht, was sie tun werden, können sie tun, was sie wollen, solange sie überhaupt auf der Bühne stehen. Erwartungen sind keine Verpflichtung des Gegenübers. So einfach ist das.
Insofern finde ich schon, dass die Frage berechtigt ist, komme aber sehr schnell zu einer Antwort ...

Die restlichen Überlegungen gehen in Kains Richtung und sind finanzieller Natur; aber die sind keine Frage der Schuldigkeit mehr. Ich bleibe da mal eng an der Fragestellung.

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BeitragVerfasst: Di Jul 09, 2013 17:07 
Meine persönliche, absolut subjektive Meinung:

Künstler sind uns (generell) gar nichts schuldig.

Es ist unsere freie Entscheidung, uns Songs, Alben, Fan-Artikel und eben Eintrittskarten für Live-Auftritte zu kaufen. Wenn uns ihre Musik, der materielle Zusatz und die Auftritte gefallen, freut das die jeweiligen Künstler (aus materieller und ideeller Sicht; und je nach dem, auf was die Künstler mehr Wert legen) und wir unterstützen sie weiterhin finanziell, bis sich unsere Einstellung ihnen gegenüber bzw. unser Geschmack möglicherweise irgendwann derart ändert, dass wir sie nicht länger unterstützen wollen.

Wenn uns die Musik, die Fan-Artikel und die Auftritte jedoch von Anfang an nicht gefallen, dann kaufen wir uns auch gleich gar nichts davon und gehen nicht zu den Konzerten.

Die Künstler sind es uns aber in keinem der beiden Fälle schuldig, unseren Wünschen und Vorstellungen (weiterhin) gerecht zu werden. (Im besten Falle sollten sie stets ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen gerecht werden und sich nicht für andere Leute verbiegen. - Was ja sowieso niemand tun sollte. ^^)

Allein ihren "Vorgesetzten" (Plattenfirmen, etc.) sind sie etwas "schuldig" (wenn ihnen ihre finanzielle Karriere nicht komplett egal ist XD), denn für diese müssen sie einen gewissen Erfolg verzeichnen können und einen gewissen Gewinn einbringen. Wer sich abhängig macht, kann nunmal nicht mehr machen, was er will.

Künstler, die sich der Unterhaltung eines möglichst großen Publikums verschrieben haben, sind natürlich bestrebt, immer das zu liefern, was den meisten Leuten gefällt. Künstler, die vordergründig persönliche Botschaften durch ihre Werke aussenden wollen, werden sich hingegen kaum darum scheren, was dem Publikum gefällt und was nicht.

Doch in jedem Fall sind uns Künstler rein gar nichts schuldig.




[/Donbasks persönliche, absolut subjektive Meinung]

^^


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