RPG-Maker Quartier

Hier dreht sich alles um die RPG-Maker-Reihe von ASCII/Enterbrain. Der RPG-Maker ist ein Tool, mit dem du dir dein eigenes kleines Rollenspiel erstellen kannst. Du findest hier alles, was du dazu brauchst. Aber natürlich umfasst die Community noch mehr!
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BeitragVerfasst: Do Sep 08, 2011 8:44 
Ein Tavernchen. Ein Abend. Ein Samkeit.
Untote halten sich meist für sich - so auch ich. Mein Mundwerkzeug neigt dazu einzurosten, doch poliere ich es immer wieder in Hoffnung auf neue, interessante Gesprächspartner. In der Ewigkeit lernt man vieles - aber doch nicht alles! Und tot bin ich ohnehin erst zwanzig Jahre, wandle erst so lange auf Erden, wie andere es auch ohne zu sterben schaffen. Durchaus wird mir auch in den nächsten fünfzig Jahren der Gesprächsstoff nicht ausgehen!

Doch das Problem ist viel weniger, was ich will - und mehr, was ich bin. Mit Untoten redet man nicht über Politik, sondern Unsinn. Zugegeben: Ich kann es keinem verübeln. Doch leider zieht meine Erscheinungsform eher Idioten als Gelehrte an. Heute hatte ich Glück. Zwar ist mir mein Mantel verrutscht, mein sonst verborgenes Untotsein erkannt worden, doch dieser Gesprächspartner ... er wirkt ganz so, als könnte man sich mit ihm über mehr unterhalten. Nachdem man die üblichen Fragen geklärt hat, natürlich. Und so weise ich Thomas Hanley freundlich den Platz neben mir, ihn auf ein Getränk und als meinen Gast einladend, als er plötzlich aus dem Nichts umgerempelt wird.

Wie unhöflich!

Zorn und Alkohol kochen in mir - schon seit Wochen hatte ich keine gute Unterhaltung mehr! Ich springe vom Hocker, greife den Rempler von meinem Gesprächspartner in spé und das Schauspiel beginnt: Dampf zischt aus meinem Ohr, Zahnräder knirschen und schließlich, mit einem Ruck und unter krachenden Knochen, werfe ich den Unhold in die Mitte der Bar, zwischen einige freie Tische.

"Verflixt noch eins!", röhrt es mechanisch aus meinem Körper wider. Ich helfe Thomas auf die Beine, weise ihm, sich hier herauszuhalten und sich schon mal etwas zu trinken zu bestellen.

"Niemand rempelt meine Gäste um!", rufe ich dem widerlichen Kerl entgegen, den zu werfen mir Mühe genug bereitet hat. Ich richte meine Maske zurecht. "Stell dich zum Duell, um der Ehre willen!" Und mit diesen Worten ziehe ich meinen stumpfen Generalssäbel, springe, dank der Sprungfeder, die meine Schienbeine ersetzen, auf einen Tisch, und begebe mich in Kampfhaltung, noch etwas nachfedernd und dadurch wirr auf und ab schwubbernd.

"Möge er aufstehen und fechten wie ein Mann!"

Mein Revolver ist zwar geladen, aber nun - es wäre auch überzogen, Blut fürs Rempeln und Rüpeln einzufordern. Schaffen wir dies männlich aus der Welt.

In der Bar wird es ruhiger, gebannt betrachtet man das Schauspiel - einige schließen hastig Wetten ab, andere starren, zwei oder drei Betrunkene johlen und einer hat bereits einen Stuhl in die Hände genommen, nur auf den Moment wartend ihn zu zerschlagen. Beschwichtigend bringt sein Kollege ihn dazu langsam vom Hocker abzulassen.

"Ich warte!"

Ein paar Musiker bauen sich in Windeseile Musikgeräte aus Bierkrügen, Besen und Haarsträngen, um ein Liedchen zum Kampfe zu klampfen. Als Klangkörper fungieren kurioserweise ihre Bäuche; aus ihren offenen Mündern tönt die Melodie.

Wenn du willst, kannst du uns einen BattleTrack aussuchen, Exat.


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BeitragVerfasst: Do Sep 08, 2011 12:47 
"Was sind das hier alles nur für dünnhäutige Gesellen"
Es kostete ihn mehr Kraft als ihm lieb war sich aufzurichten. So war das nunmal wenn man vor ein paar Stunden von einer Frau verdroschen wurde.
Und jetzt ... naja es war immerhin ein Mann aber irgendwie schien ihm das Schicksal mit aggressionsgeladenen Sonderlingen nur so zu überschwemmen.
Er hätte letztens wohl nicht die Zeche prellen dürfen,war wohl schlecht fürs Karma.

"Na sehr schön,eine wütende Meute die Blut sehen wollte und der Einzige der die Sache hält sich wohl für zu fein.",raunte Shurgan mit einem gehässigen Seitenblick auf den gutgekleideten Herren,den er bei seinem Sturz vom Hocker mitgerissen hatte.

Ihm schmerzten alle Glieder aber wenigstens war die Müdigkeit passé,Adrenalin sei dank.
"Und gegen Schmerzen hilft Betäubung",dachte sich seine linke Hand und griff nach dem Drink,der so geduldig auf sein Erwachen gewartet hatte.
In einem Zug leerte er das Glas und.... hatte offensichtlich ein Minzblatt mit verschluckt denn Shurgan verzog sein Gesicht als hätte er spontane Diarröh bekommen.
Einen Hustenanfall später war sein Gesicht rot angelaufen und man könnte meinen die Schlägerei würde nun auf den Barkeeper übergreifen
denn dieser hatte offensichtlich versucht Shurgans Innereien restlos zu desinfizieren.

"Du vermaledeiter Hurrrrschnbwck. Dir geb........geb ich was au...",er unterbrach seine Hasstirade gegen den Schankmeister
und starrte entsetzt seine 4 Hände an.
"Wasch zuhr..... ISCH BIN EI SPINNENMENSCH!!!",johlte er und brach in schallendes Gelächter aus.
"Nuuun komm schon duu elendiglisches Stinktier. Whenn dir so ssehr nach Prühglei is dann solls du dis haben"
Mit den Fäusten vor seinem Gesicht rumfuchtelnd trat er an seinen Gegner ran.
Die Menge begann zu toben und die Musiker spielten irgendwas undefinierbares. Für Shurgan hörte es sich nach "Hey Jude" von den Beatles an. Aber das konnte ja nun sehr schlecht sein.

"Selbst der Pottwal hat mehr Manieren als du ,Abschaum",keifte es unter der Maske hervor.
Shurgan hielt Falkos Blick stand und antwortete entrüstet:
"Du sollsch dein Mutter doch nicht immer soh nennen,Junge!"
Die Reaktion lies nicht auf sich warten. Falko war sich offensichtlich bewusst dass sein Gegner nicht sonderlich in der Lage war seinen Schlägen auszuweichen,so besoffen wie der war.
Sein Säbel sauste auf Shurgan nieder und zielte auf dessen Kopf ab. Kurz und präzise,so dass er Tage später noch daran erinnert wurde dass er besser nicht noch einmal an einer Bar einschlief
und auf den Humor der Insassen hoffte.
Der Säbel passierte Shurgans Gesicht....ohne auch nur das geringste Gefühl des Widerstandes.
Und noch während der Untote sich fragte wie er daneben schlagen konnte brachte ihn sein eigener Schwung aus dem Gleichgewicht und Shurgan,die ganze Zeit lachend,sah zu wie der
Knochensack auf in zustolperte.Er musste lediglich beiseite treten um seinem Fall nicht im Wege zu stehen.
Wie war das nochmal mit dem Laufen?
"Ein Fusch na links uuund der andere äääähm."
Doch dann riss ihn Falko mit um,da seine Schulterbreite ihm nicht erlaubte unter dem breitbeinig dastehenden Shurgan durchzugaloppieren.
Shurgans Lachen brach abrupt ab als sich sein Hinterteil zärtlich auf den Hinterkopf des Untoten platzierte und er selbst nach hinten mit dem Hinterkopf aufschlug.
Als Falkos Schrei die letzte Note des schmerzbekundenden Liedes in die Luft ergoss,flüsterte Shurgan,der sich derweil aufgesetzt und beiseite gedreht hatte,ihm zu:
"Also ich hätte nie gedacht dass isch den Trick mal bei Männern anwende aber der Effekt ist fast so grandios wie eine Frau betrunkn zu machen."
Wenn es nach ihm ginge wäre die Show damit beendet,er hatte keinen Groll gegen seinen heißblütigen Gegner.
Aber die Insassen der Bar würden die Stimmung nicht abkühlen lassen.

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 Betreff des Beitrags: ZWEITER ZUG
BeitragVerfasst: Do Sep 08, 2011 13:48 
Ich bin mir nicht sicher, was genau der Duellant mir mitteilen wollte, aber so viel ist klar:
Nicht nur mangelt es ihm an einigen Manieren, auch ist er stockbetrunken und angeschlagen. Mir ist fast schon weh bei dem Gedanken, diesen Kampf fortzuführen: Womöglich hat er meinen Gast gar nicht absichtlich umgeworfen? Einerlei: Das Duell ist im Gange und wir werden es zuende führen. Auf die eine oder andere Art.
Ich erhebe mich also endlich und bemerke zunächst, dass mein Gesichtsfeld sich nicht verändert. Nachdem ich kurz herumspaziere, sehe ich meine Beine vor mir herlaufen.
Er hat mich mit seinem Arsch geköpft!
Vorsichtig versuche ich, meinen Kopf wieder hochzuheben, scheitere aber zunächst - links und rechts ist vertauscht, alles ziemlich kompliziert. Endlich bekomme ich meinen Kopf in die Hände und hebe ihn wieder auf Augenhöhe, mich im Raum umsehend. Die Bar ist unerwartet leer - gut die Hälfte der Besucher muss geflohen sein. Die andere Hälfte johlt amüsiert über mein Unglück.
Ich schraube meinen Kopf wieder rein - wie gut, dass ich meine Wirbelsäule einst durch einen riesigen Dübel ersetzte - und hebe meinen Säbel auf.
"Komm hoch!", befehle ich und reiche dem trunkenen Kumpanen die Hand. Man schlägt keine Männer am Boden. Man muss sie schon aufrichten und dann wieder umwerfen.
Er greift meine Hand und siehe da: Ich stehe falsch, bin nicht kräftig genug, ihn zu halten, sodass er mich wirft und ich mich abrolle. Bis endlich meine Knochen sortiert sind, steht er auch wieder auf beiden Beinen.
"Und los!", füge ich an, mit meinem Generalsschwert vertikal nach ihm schlagen - kurzerhand zieht er sein Umbra und pariert, die Klinge noch halb in der Scheide. Ich weiche zurück, mich zur Abwehr bereithaltend.


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 Betreff des Beitrags: Güterzug
BeitragVerfasst: Do Sep 08, 2011 15:23 
Verwirrung sowohl über die eigenen als auch über die Handlungen des Gegners stiegen in Shurgan hoch.
Er hätte nun wahrlich nicht gedacht trotzdem er wie ein Seebär mit schwerer Kindheit zur Geisterstunde daherlallte noch sein Schwert so fixe ziehen zu können.
Aber nun gut,der grausame Schattenzahn war ins Spiel gebracht worden und wollte nun auch benutzt werden.
Mit einen paar kurzen Hieben eröffnete der Untote den Kampf,unsaubere ungezielte Schläge.
"Er tastet mich ab wie ein zwielichtiger Katholik.",mutmaßte Shurgan.
Plötzlich zuckte das Generalschwert vor und formte das Shirt seines Gegners etwas mehr dem Vintage-Style gerecht.
Dazu dann die fesche Färbung durch das warme Blut was sich den Weg von Shurgans Schulter in den Baumwollstoff bahnte war nicht von schlechten Eltern.
Das Entsetzen allerdings galt dem Zustand dieser Stahlleiste die sich soeben das Innere seiner linken Schulter betrachtete.
Tja manchmal fragt man sich in den blödesten Momenten ob man sich mal damit anfreunden sollte sich in den nächsten paar Sekunden selber den Arm abzuschlagen.
Von diesem Gedanken geplagt wich er zurück.
Sein Gegenüber schnalzte,mit dem Ding was wohl mal seine Zunge war und stieß verächtlich aus:
"Erbärmlich,du kämpfst so stümperhaft wie ein Bauer mit Gicht.",
damit steuerte er erneut einen Hieb gegen den gemarterten Körper.
Shurgans Reflexe zeigten abermals ihr überdurchschnittlich astronomisch immenses Potential und er schmetterte seinem Gegner entgegen
"WIE PASSEND denn DU kämpfst wie eine Kuh!!!"
Triumphierend konterte er mit einer eher unsauberen Riposte,so dass das Generalschwert trotzdem seinen Oberarm streifte und eine brennende Linie zog.
Umbral hingegen versenkte sich in der Magengrube seines Gegners.
Das Blut schlug Shurgan ins Gesicht und.... hob ihn von den Füßen?
Rücklings flog er einen halben Meter nach hinten und konnte sich gerade so noch fangen,bevor er ein zweites Mal eine Gehirnerschütterung riskieret.
Wie war das möglich dass ein Mann mit einem Schwert im Bauch noch so zuhauen konnte. Und es floss auch kein Tropfen Blut.
"Er....er... er ist eine Hexe,verbrennt ihn!!!",stieß er voller Verzweiflung aus.
Er erntete nur Gelächter seitens seine Publikums. Na wenigstens die hatten Spaß.

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 Betreff des Beitrags: DRITTER ZUG
BeitragVerfasst: Do Sep 08, 2011 19:03 
Als mein Gegenüber mir etwas Raum lässt, bekomme ich endlich wieder einen klaren Kopf. Was ist da gerade überhaupt passiert? Wenn ich ihn so mustere, bemerke ich, dass er blutet. Skeptisch betrachte ich mein Schwert.
Die Klinge kann es nicht gewesen sein. Womöglich sind es die Seepocken daran, die ihn verwundet haben? Huh. Ich brauche eine ungefährlichere Waffe für Barschlägereien.
Wo hat er eigentlich seine Klinge gelassen? Womöglich ist sie davongeschleudert worden. Ich stecke mein Schwert unter schartigen Geräuschen wieder ein - und etwas kommt mir dabei in die Quere.
Oh, da ist sein Schwert.
Nachdem ich meines weggesteckt habe, ziehe ich das seine mit meinen Handschuhen heraus - manchmal bin ich doch froh, dass mir einige Sinne fehlen. Einige Patronen kullern aus meiner Bauchhöhle. Ich stopfe sie schnell ins Ohr, werde das nachher nähen müssen. Doch zurück zur Sache.

In wenigen Schritten gelange ich zu ihm, strecke ihm seine eigene Klinge entgegen - mit dem Griff voran.
"Hier, Bruder. Ich denke, wir haben das für heute geklärt."
Er nimmt sein Schwert an. Ich weiß nicht, wie er sich fühlt - verwirrt, beschämt, wütend? Nur schwer ist es zu erkennen, denn vor allem wirkt er erschöpft; und knülle.
Ich wende mich in Richtung Bar. "Etwas Hochprozentiges für den Mann! Er muss seine Wunden reinigen!"
"Pfui!", ruft jemand von einem Tisch aus. Einige Buh-Rufe, dann wendet man sich wieder zaghaft den eigenen Stammtischrunden zu, wohl hoffend, dass doch noch etwas geschieht.

Nicht ganz sicher blicke ich zu meinem Gegenüber. Ob in ihm noch Wut oder Alkohol kochen?
"Übrigens keine Hexe, sondern ein Untoter", korrigiere ich ihn. "Nehme ich aber nicht persönlich."
Ich reiche ihm meine Hand. Möge er sie nicht abschneiden, Hände sind ganz besonders schwer anzubringen - vor allem, wenn beide ab sind.

In Gedanken kehre ich bereits zum Gespräch mit Thomas zurück.
... was waren doch gleich seine Fragen?

Ich denke, wir werden schon vor fünf Zügen fertig sein, aber an dieser Stelle wollte ich nicht mehr künstlich einen weiteren Kampf erzwingen. Keine Ahnung, ob du ihn fortführen willst - wenn, werde ich dich nicht aufhalten, sondern mitspielen. Wenn ich jetzt angegriffen werde, habe ich ja wieder guten Grund zu kämpfen. ;) Überlasse ich dir, vielleicht kommst du ja noch auf eine gute Motivation für deinen Charakter.


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BeitragVerfasst: Do Sep 08, 2011 20:24 
"Interessant",flüsterte Shurgan mehr als er sprach.
Die Kämpfe hatten seinen Körper total überlastet und jetzt wo das Adrenalien nachlies traf ihn der unbarmherzige Dampfhammer seiner eigenen physiologischen Grenzen.
Sein gegenüber beäugte seine Waffe so als ob es ihn wunderte was sie angerichtet hatte.
An Shurgans Arm befand sich nur ein Kratzer,glücklicherweise. Doch hatte er dem Stich wohl ungewollt viel Kraft beiwohnen lassen.
Aber seis drum,nicht die Tat sondern die Absicht zählt.
Und diese war verständlich,wenn auch fehlgeleitet.
Ob das nun eine Finte war oder nicht,Shurgan hatte dem Untoten eh nichts mehr entgegenzusetzen.
Also reichte er ihm die Hand,machte danach kehrt und verlies die Bar in Richtung Krankenhaus,hoffend dass der Alkohol in so lange auf den Beinen hielt.

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 Betreff des Beitrags: Nicht mehr wirklich ein Zug
BeitragVerfasst: Do Sep 08, 2011 21:30 
Er nimmt mein Friedensangebot an, humpelt davon - nun gut, damit ist der Fall erledigt. Und das kurioserweise zu niemandes Vorteil. Für mich ist nichts geklärt und keine Ehre gerettet, für ihn ist der Tag nur noch dreckiger geworden. Sei's drum.
Ich putze mich kurz ab, greife mir Nähzeug aus der Tasche und setze mich zu Thomas.

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BeitragVerfasst: Mo Sep 19, 2011 12:02 
Eine in dunkle, staubige Leinen gekleidete Person fing Shurgan in dem Moment ab, als er die Bar durch den Eingang verließ um dem Krankenhaus entgegen zu treten.
"Wie ich sehe kennt eure Leidenschaft für das Duellieren keine Grenzen.", spricht sie und fügt ein kurzes, vermummtes Lächeln hinzu. "Ihr solltet ruhen, doch zunächst, haltet
einen Augenblick still." Der Fremde erhob die Hand, der Ärmel seines langen, abgetragenen Mantels rutschte über das Handgelenk hinweg und entblößte aschfahle, jedoch Junge, Haut.
Mit zwei Fingern berührte er Shurgans Stirn, dieser wankte einen Schritt zur Seite und suchte Halt an der nebengelegenen Hauswand. Ein Gefühl elektrischer Ladung breitete
sich auf seiner Stirn aus und nahm sein gesamtes Gesicht ein. Dunkle, pochende Adern überzogen die Hand des Fremden wie ein schwarzes Spinnennetz, die Haut so blass, so
dünn, dass selbst die feinsten Gefäße sichtbar wurden. Das Kribbeln wuchs in Shurgans Körper zu einem Gefühl von Unwohlsein und Übelkeit heran bis er die Hand vor den Mund
schlug und einen Kontrollverlust über seinen Mageninhalt zu verhindern suchte. Er gewann diesen Kampf zwar nur knapp, jedoch war es ein schwacher Trost wenn er bedachte
was er im Vergleich an diesem Tag hatte einstecken müssen. Als das Gefühl der Betäubung nachließ, brach ein brennender Schmerz, gleich Feuer, in seinem Körper aus, die Haut
um seine Schnitte herum spannte sich unerträglich, zog sich zusammen, vernarbte in dünnen weißen Linien. Hämatome wechselten ihre Farbe von Rot, zu Blau, zu Schwarz, zu Grün,
zu Gelb und mit jedem Farbwechsel klung die Schwellung um den Bluterguss zusehend ab. Shurgan biss die Zähne aufeinander, hiebte nach der Hand des fremden Heilers in die Leere
und torkelte rückwärts gegen ein Fass, dass sich mit ungeheurer Verschlagenheit in dessen geistiger Abwesenheit hinter ihn geschlichten hatte.

"Morgen früh sollten die Schmerzen verschwunden sein. Bis dahin überanstrengt euch nicht, sonst reißen die Wunden womöglich wieder auf."
Der Fremde verschwand hinter der nächsten Hausecke, alles was er hinterließ war ein schmaler Gelbbeutel und ein Gefühl von Eiseskälte.


Exat, den einzigen wirklichen Schlagabtausch habt ihr euch in deinem zweiten Beitrag geliefert, der Rest war eher ein unbeholfenes, spielerisches Raufen.
Ich kam leider nicht darum herum mir dich als schwulen Piraten vorzustellen, vorzugsweise gespielt von Johnny Depp, der nach einem ach so harten Tag der Meinung ist
einen Schwertkampf austragen zu müssen. Dein Torkeln und das besoffene Gejohle waren situationsentsprechend angebracht, jedoch wäre eine kleine "Drunken-Master-Stil"
Einlage bestimmt gut gekommen. Nur so am Rande. Des weiteren ist nicht viel dazu zu sagen, fair habt ihr beide ohne Zweifel gekämpft, da keiner von euch beiden, und das sei
euch auch verziehen da es niemand in dieser Location verlangt hatte, in die Vollen gegangen ist. Trotzdessen war es recht amüsant, Shurgan verfügt jedoch leider unter
Alkoholeinfluss über weniger Wortwitz und scheinbar leider auch nicht mehr über seine Mentalistenkräfte. Von denen habe ich in diesem Kampf nämlich leider genaus so wenig
gesehen wie damals bei Uri Geller.

Helenarrrrr, du alter Moderschädel. Es war leider etwas seltsam mitanzusehen wie beide erst um einen Kampf zu betteln schienen und sich trotz allem letztendlich nur
mit den Fingerspitzen abgetastet haben. Ihr hättet die Bar auch ruhig verlassen können um euch auf dem Hof ordentlich auf die Fresse zu geben. Und wenn mit Fäusten, wie
"echte Männer". Oder Untote. Oder schwule Piraten. Falko verfügt dank seines Sperrmüllkörpers über einiges an Überraschung weil man als Leser nie wirklich weiß, was dieses
blasse Gerippe alles in sich verstaut hat und im richtigen Moment zum Einsatz bringen kann. Das Schwert mit den Seepocken fand ich jedoch ein gelungenes Detail, bezogen auf
Falkos Hintergrundgeschichte und die Passage in der sein längerfristiger Aufenthalt auf dem Meeresgrund Erwähnung fand. Das Köpfen mit dem Arsch fand ich übrigends auch
sehr amüsant. Für mich zumindest die komischste Stelle dieses Duells.

Kommen wir nun zur Punktevergabe:

Exat:
    Kreativität: 3/5
    Fairness: 5/5
    Schreibstil: 3/5

    Mir sind erneut die Fehler nicht entgangen.
    Irgendwo fehlte sogar ein Wort oder zwei im Satz.
    Ich lese es ja gern, du solltest das ebenfalls tun. ;)

Helenarrrrr:
    Kreativität: 4/5
    Fairness: 5/5
    Schreibstil: 3/5

Dieser Kampf hätte locker in einem Unentschieden enden können, jedoch muss ich sagen, dass Helenar(rrrr) die Szenen hin und wieder mit ein paar
Details geschmückt hat, die das ganze etwas lebendiger erschienen ließen. Daher der eine Punkt (da es keine halben gibt, auch keine halben Sachen bitte)
für die Kreativität. Ich halte einfach nicht viel vom Unentschieden, außerdem finde ich den Punkt tatsächlich gerechtfertigt.

Sieger nach Punkten ist somit Helenarrrrr mit einem Punktestand von 12 zu 11.
Glückwunsch an den Sieger! Setzen wir das Spektakel mit der Vergabe der Preise fort.


Als Sieger des Duells stehen Helenarrrrr 12 x 50 Gold zu was einen Gesamtbetrag von 600 Gold + 250 Gold Siegesprämie also 850 Gold ausmacht.
Der zweite Platz wird mit 11 Punkten á 50 Gold belohnt, also insgesamt 550 + 50 Gold Trostpreisprämie womit wir bei 600 Gold wären.

Der Preisgegenstand für den Sieger ist:
Ein Stachelwürgedraht!
Mit Griffen an beiden Enden für ein
schmerzloses Verwenden. Zumindest für den Benutzer.


Der zweite Platz geht auch nicht leer aus. Viel Spaß mit:
Dem Barhocker!
Klassisches Dreibein mit runder Sitzfläche.
Stolze 100cm lang. Nie wieder heißt es: "Sorry Dude, hier is besetzt."
.

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